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Lange Zeit glaubte man insbesondere den autobiographischen Aufzeichnungen aus den Jugendjahren der späteren Zarin Katharina der Großen, die ihren ungeliebten Ehemann Peter III. als infantilen, unerzogenen, verschrobenen, ja geradezu debilen Menschen beschrieb. Dieses Bild ist in den vergangenen Jahren von der Forschung immer mehr infrage gestellt worden, da im Lauf der Zeit ans Licht gekommene Dokumente einen völlig anderen Eindruck vermitteln. Welche Rolle also spielte Katharina, um das Ansehen ihres Mannes zu desavouieren? Oder hatte sie gar recht?

Anmeldung möglich 191-11102 - Die Weimarer Republik 1919-1933

( Do., 21.3., 18.30 - 21.30 Uhr )

Mit der Niederlage Deutschlands im 1. Weltkrieg wird die Monarchie abgeschafft und das Deutsche Kaiserreich in die “Weimarer Republik” überführt. Doch von Anfang an standen die Chancen für eine gedeihliche Entwicklung unter keinem guten Stern. Zu sehr verhinderte der Friedensschluß von 1919 mit seinen dramatischen Folgen einen erfolgreichen Start. Doch auch die tiefe Spaltung der Gesellschaft und die politische Ideologisierung trugen wesentlich dazu bei, dass die freieste Verfassung, die es je in Deutschland gegeben hatte, schließlich die Grundlage zur Vernichtung der Weimarer Republik wurde.

Anmeldung möglich 191-11103 - Das Attentat im 20. Jahrhundert

( Di., 9.4., 18.00 - 20.00 Uhr )

Immer schon war Mord ein gängiges Mittel zur Durchsetzung eigener Interessen bzw. zur Veränderung bestehender politischer Verhältnisse, manchmal mit weitreichenden Folgen für die Gesellschaft oder das Staatswesen. Neben dem Mord aus persönlichen Gründen steht das politische Attentat bzw. der Mordanschlag aus gutem Gewissen. In diesem Seminar geht es um Anschläge, Motive und Konsequenzen einiger aufsehenderregender Attentate aus dem 20. Jahrhundert.

Anmeldung möglich 191-11104 - Ein Blick auf die Geschichte Portugals

( Di., 4.6., 18.00 - 20.00 Uhr )

Die Geschichte Portugals begann mit der erfolgreichen „Reconquista“, der christlichen Rückeroberung der Iberischen Halbinsel. Sie machte Portugal neben den spanischen Königreichen zu einem kraftvollen Zentralstaat. Durch die Öffnung des Seewegs nach Indien wurde das kleine Königreich im 16. und 17. Jahrhundert zu einer der führenden Mächte im Welthandel und bei der Kolonisierung. Erst die immer erbitterter ausgetragene Konkurrenz mit anderen Kolonialmächten leitete nach dem Aussterben der spanischen Habsburger im 18. Jahrhundert den machtpolitischen Niedergang der beiden iberischen Mächte ein. Dennoch konnte Portugal noch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts seinen Kolonialbesitz behaupten. Heute sieht sich das Land fest eingebunden in die Europäische Union.
Der Versailler Vertrag vom 28. Juni 1919 beendete den 1. Weltkrieg für das Deutsche Reich. Er wurde in Deutschland von nahezu der gesamten Bevölkerung als ein einzigartiges Diktat der Schande und des Unrechts empfunden, nicht zuletzt wegen des Artikels 231, der Deutschland die alleinige Schuld am Ausbruch des Krieges von 1914 zuwies. Tatsächlich war dieser Frieden eine schwere Hypothek für die junge Weimarer Republik und trug wesentlich zum Aufstieg der Nationalsozialisten bei. Doch Versailles war in Wirklichkeit viel mehr – es änderte die Grundlagen der Politik grundlegend, mit Folgen bis zum heutigen Tag.
Geschichte wiederholt sich nicht! Oder doch? Beobachter der Finanzkrise von 2008 fühlen sich an die Große Depression von 1929 erinnert. Die Hintergründe dieser Ereignisse zu verstehen, heißt, sich mit der Natur des Geldes auseinander zu setzen, die Mechanismen der Geldschöpfung zu verstehen, die Rolle von Schulden und den Einfluss der Geldpolitik auf die Wirtschaft anhand von Inflation und Deflation zu betrachten. Ebenso wichtig ist es, sich nach den Ursachen der Stabilität in den 50er und 60 Jahren des letzten Jahrhunderts zu fragen. Gab es in dieser Phase Regeln und Bedingungen, die sowohl Wirtschaft als auch Finanzsystem gegen Krisen immunisierte?
Die Ölkrise, die Auflösung der Dollar-Goldbindung und der Glaube an die Selbstheilungskräfte der Märkte führten Anfang der 70er Jahre zu einer Welle an Privatisierung und Deregulierung. Der sogenannte Neoliberalismus erlebte unter den lateinamerikanischen Diktaturen seine ersten Testläufe und wurde in den 80er Jahren unter Reagan und Thatcher in den größten westlichen Ökonomien umgesetzt. In der Folge kauften marktführende Unternehmen in großem Umfang Konkurrenten auf und brachten in den 90er Jahren jene transnationalen Konzerne und Finanzinstitute hervor, die sich seitdem dem Zugriff nationaler Politik entziehen. Gleichzeitig kollabierte die Peripherie der globalisierten Wirtschaft Anfang der 80 Jahre. Folgten diese Krisen einem gemeinsamen Muster und bauten logisch aufeinander auf? Was hat die Globalisierung unterm Strich gebracht? Und für wen?
Nach dem Platzen der Internetblase 2001 erodierte das Finanzsystem vollkommen unbemerkt, bis es 2007 unter der Last der eigenen Risiken zusammenbrach. Wir fragen nach den Nutznießern des Zusammenbruchs und nach jenen, die die Zeche zahlten. Wir betrachten die folgende Regulierung und Stabilisierung. Ist das System tatsächlich gerettet worden? Diese Frage stellt sich umso dringender, seit die Finanzkrise auf die Sollbruchstellen des Euro-Raumes traf und die bis heute andauernde Euro-Krise auslöste. Die Krisen in Irland, Griechenland und Zypern demonstrieren, wie sich die Lösungsversuche entwickelten und lassen spekulieren, was im Falle eines neuen Ausbruchs einer Krise zu erwarten ist.
Wir spekulieren allgemein über die Entwicklung unserer Gesellschaft vor dem Hintergrund fragiler Finanzsysteme, ohnmächtiger Staaten und gespaltener Gesellschaften. Welche Folgen hat die fortschreitende ungleiche Verteilung der Vermögen? Dabei suchen wir Alternativen zum existierenden System. Wir erwägen die Konsequenzen von Helikoptergeld, Negativzinsen oder der Abschaffung des Bargeldes und betrachten am Beispiel des Vollgeldes Möglichkeiten zur Lösung des Staatsschuldenproblems. Wir blicken hinter die Kulissen des laufenden Handelskrieges, verfolgen den Aufstieg Chinas und Russlands und lernen aus der Geschichte Japans.

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