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Auf Initiative des deutschen Königs Sigismund von Luxemburg sollte auf einer großen Kirchenversammlung in Konstanz die damals bereits Jahrzehnte anhaltende Kirchenspaltung der katholische Kirche beendet werden. Inzwischen gab es drei Päpste, die sich und ihre jeweiligen Anhänger gegenseitig mit dem Bann belegten, so dass es im Abendland niemanden mehr gab, der nicht gebannt gewesen wäre. Nach langen Verhandlungen gelang es 1417, die Kirche und die Gläubigen unter einem neuen Papst wieder zu einen und das Papsttum zu veranlassen, von Avignon nach Rom zurückzukehren. Doch ging es wirklich nur um kirchliche Belange?
Vor 100 Jahren endete jener Krieg, der die Geschichte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat. In seinem Vortrag (mit zahlreichen Bilddokumenten) beschreibt und analysiert der Stuttgarter Historiker Gerhard Hirschfeld die Ereignisse des letzten Kriegsjahrs aus der Sicht der Deutschen: von den Januarstreiks in Berlin, der letzten (erfolglosen) Offensive im Westen, den militärischen Niederlagen und politischen Katastrophen im Sommer und Herbst bis zum Matrosenaufstand und zur Novemberrevolution. Nach dem Krieg kursierte das böse Wort von einem "Dolchstoß" in den Rücken des lange Zeit siegreichen deutschen Heers. War die Niederlage tatsächlich unvermeidbar und welchen Anteil daran hatte die "Heimatfront"?
Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld war von 1989 bis 2011 Direktor der Stuttgarter Bibliothek für Zeitgeschichte. Er lehrt seit 1997 am Historischen Institut der Universität Stuttgart sowie seit 2016 als Gastprofessor am Institute of International Studies der Universität Wuhan/China. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Aufsätze zur Geschichte der beiden Weltkriege. Im März 2018 erscheint "Das Ende. Die Deutschen zwischen Weltkrieg und Revolution".
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Eine Zusammenfassung der historischen, philosophischen und politischen Entwicklung der Menschenrechte und ein Überblick über ihren Zustand heute. Gleichzeitig wird vermittelt, wie der Schutz der Menschenrechte in unserer Zeit funktioniert, warum es dennoch immer wieder in den meisten Ländern der Welt zu Menschenrechtsverletzungen kommt und weshalb sowohl die Menschenrechte wie auch viele Verfassungsgrundsätze - beispielsweise die ersten 19 Artikel des Grundgesetzes - ohne das Engagement des "mündigen Bürgers" nicht funktionieren können. Urs M. Fiechtner erhielt zahlreiche Literaturpreise, u.a. für seine Bücher über Menschenrechte. Seit seiner Jugend engagiert er sich in Menschenrechtsorganisationen.
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( Do., 12.4., 19.00 - 20.30 Uhr )

Um die Vorherrschaft in Syrien und Vorderasien haben im 14. und 13. Jh. v. Chr. die Supermächte der damaligen Zeit - Ägypter und Hethiter - erbittert gekämpft. Im Jahr 1259 v. Chr. wurde schließlich zwischen dem ägyptischen Pharao und dem hethitischen Großkönig ein Vertrag des Friedens und der Brüderschaft geschlossen. Es handelt sich um den einzigen Staatsvertrag "auf Augenhöhe" zwischen zwei Herrschern des Alten Orients, der in seinem genauen Wortlaut überliefert ist. Am Haupteingang des Sicherheitsrates der UNO in New York wird auf diesen Vertrag hingewiesen, um verfeindete Nationen zum Frieden zu ermahnen.
Was in diesem Vertrag geregelt ist und wie es dazu kam, erfahren Sie an diesem Abend. Die in den hethitischen Staatsarchiven entdeckten Keilschriftbriefe zeichnen ein lebhaftes Bild von den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen der beiden Großmächte. Ägyptische Tempelinschriften, die durch Reliefs illustriert sind, vertiefen diese Einblicke in eine der bedeutendsten Epochen Ägyptens und des Vorderen Orients.
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Mit der Hinrichtung Konradins im Oktober 1268 in Neapel wird die Dynastie der Staufer im Mannesstamm ausgelöscht. Der 16-jährige Konradin hatte zuvor versucht, das an Karl von Anjou verlorene Königreich Sizilien zurückzuerobern. Obwohl die Chancen auf Rückeroberung des staufischen Erbreichs im Süden Italiens recht gut waren, machte ein einziger, aber letztlich entscheidender Fehler alles zunichte und beendete die Epoche der staufischen Herrschaft im Reich für immer. Eine der bedeutendsten Adelsfamilien des europäischen Hochadels verschwand aus der Geschichte.
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( Do., 3.5., 18.00 - 19.30 Uhr )

This illustrated talk in simple English is about the famous story of King Arthur and the Round Table and its links to Cornwall. With a lot of photographs, maps and pictures, it looks at the myths and the facts – including the most recent archaeological research at Tintagel Castle. The talk also addresses the role of King Arthur in modern-day Cornwall and provides a little information on its history, society and politics.
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Sie begannen mit den Protesten US-amerikanischer Bürgerrechtler. In Deutschland, ebenso wie in anderen Ländern Europas, gab es intensive zivile Konflikte. In Deutschland hat die 68­Bewegung einer ganzen Generation ihren Namen gegeben. In dieser Zeit entwickelten sich zwischen der Generation, die den Krieg erlebt hatte, und den Nachgeborenen Spannungen, die sich vielfältig entluden. Mit Demonstrationen, Sitins und zivilem Ungehorsam reagierten viele junge Menschen auf die damals anstehenden politischen Ereignisse wie z.B. den Vietnam-Krieg. Aber auch die völlige Ablehnung der gesellschaftlichen Normen, der Konsum von alten und neuen Drogen, freie Liebe und die Kommune waren ein Ausdruck jener Zeit.
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Die Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte des Krieges. Vom Kampf aller gegen alle um das bloße Überleben bis hin zum Machtmonopol des Staates auf die Kriegführung ist die Geschichte des Krieges immer auch verbunden gewesen mit der kulturellen und zivilisatorischen Entwicklung der menschlichen Gesellschaften. Was ist Krieg gewesen, was ist er heute und wie hat sich Krieg und Kriegführung im Lauf der historischen Epochen verändert? War er wirklich immer nur die "Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln", wie Clausewitz ihn definiert hat, oder ist Krieg notwendig, um den Frieden überhaupt erst schätzen zu können? Provokative Fragen erzwingen provokative Antworten. Darum geht es an diesem Abend.
Was der Schriftsteller Karl Kraus in seinem 1922 erschienenen Drama "Die letzten Tage der Menschheit" zum Ausdruck brachte, war Produkt einer dicht-gespannten Atmosphäre, wie sie sich in der Donaumetropole der letzten Jahre österreichisch-ungarischen Doppelmonarche ausprägte: Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal und Hermann Bahr, aber auch Sigmund Freud mit seiner überaus einflußreichen "Traumdeutung", prägten ein ganz besonderes literarisches Klima. Beeinflusst davon schufen Künstler wie Egon Schiele, Richard Gerstl, Oskar Kokoschka und Max Oppenheimer großartige Werke des Expressionismus. Durch Alma Mahler, die Witwe des Komponisten Gustav Mahler, und Mathilde Schönberg, die Ehefrau Arnold Schönbergs, spitzten sich die Beziehungen untereinander auch noch auf ganz besondere Weise auf persönlicher Ebene zu.
Der 1. Weltkrieg gilt als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Tatsächlich zertrümmerte er die alte europäische Ordnung und beendete das lange 19. Jahrhundert. Gleichzeitig bewirkte er den Siegeszug der Ideologien und veränderte die Politik auf eine radikale Weise. Davon ist die Welt bis zum heutigen Tag geprägt. Der Lange Abend steht unter der Fragestellung, wie es zum 1. Weltkrieg kam, was er bewirkte und warum und in welchem Umfang unsere Gegenwart noch immer mit den daraus entstandenen Folgen konfrontiert ist.

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