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Kursangebote >> Kursbereiche >> Kultur - Kreativität >> Kunst - Kulturgeschichte

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Angesichts der Symbole, Allegorien, Metaphern und Chiffren der Bildenden Kunst bleiben die Betrachtenden oft ratlos. Dies gilt sowohl für die traditionelle als auch für die moderne Kunst. So finden sich auf dem großformatigen Werk „Wege der Weltweisheit – die Hermanns-Schlacht von Anselm Kiefer über dreißig Porträts. Das ästhetische Erscheinungsbild der Holzschnittdrucke wie Farbsetzung und Materialität sowie einzelne Strukturen sind metaphorisch zu deuten. Die Identifikation der abgebildeten Personen stellt die größte Herausforderung dar. Ist sie gelungen, bleibt die zentrale Frage nach der Verbindung aller Dargestellten zueinander. Anselm Kiefer schafft einen Denkraum zur deutschen Geschichte, dessen detaillierte Entschlüsselung ist Inhalt und Ziel des Vortrags.
Mit seiner einzigartigen Dichte auch an Widersprüchen von Stimmungslagen, Farben und Klängen wurde Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Kosmos und Zentrum nicht nur der österreichisch-ungarischen Monarchie. Hier fand die Moderne mit Otto Wagner und Adolf Loos in der Baukunst ihren Durchbruch, ebenso wie mit Karl Kraus, Hermann Bahr und Arthur Schnitzler in der Literatur. Hier kämpften Gustav Mahler und Arnold Schönberg samt Schülern u.a. mit der Atonalität gegen Althergebrachtes. Mit Sezession und dem nervösen Expressionismus entstanden herausragende Werke von Künstlern wie Gustav Klimt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, aber auch weniger bekannten wie Richard Gerstl und Max Oppenheimer. Sie alle machten die Donaumetropole zum Schmelztiegel der europäischen Moderne.
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Schrift ist schon seit vielen Jahrzehnten für unzählige Kunstschaffende ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Historisch betrachtet ist die Verwendung von Schrift in der Malerei ein altes Phänomen, wie etwa bei mittelalterlichen Handschriften, in der Buchmalerei oder auf Altartafelbildern. Heute ist die Kombination von Schrift und Bild selbstverständlich geworden, obwohl die Schrift eigentlich ein fremdes Medium ist, entliehen aus dem Bereich der Literatur. Bei der Kombination von Schrift und Bild stellt sich stets die Frage nach ihrer Wechselbeziehung; ist das Wort z.B. nur ein Motiv oder dient es als ergänzende Information? Der Vortrag widmet sich diesem vielseitigen Thema mit Werken u.a. von René Magritte, Natalja Gontscharowa, Timm Ulrichs, Alighiero Boetti, Anselm Kiefer, Bruce Nauman, Jenny Holzer, Thomas Locher und Wang Guangyi.
Obwohl ca. 40 Prozent der Bevölkerung nur selten in den Wald geht, hat die deutsche Gesellschaft ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrem Wald. Mit dem Beginn der Romantik wurde der deutsche Wald Projektionsfläche für pädagogische und politische Vorstellungen und damit auch zum Thema in Dichtung, Kunst und Musik. Im Vortrag geht es um die Kulturgeschichte des deutschen Waldes im Allgemeinen, mit Märchen- und Gedichtzitaten, und speziell um seine Darstellung in der deutschen Kunst von Caspar David Friedrich, Georg Friedrich Kersting, Max Slevogt bis Georg Baselitz, Anselm Kiefer und SUPER VIVAZ.

freie Plätze 211-22104 - Skulpturen der italienische Renaissance

( Mo., 29.3., 10.00 - 11.30 Uhr )

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der italienischen Städte um 1400 kehrte auch die Lebensfreude wieder und damit die Förderung der Kunst zurück. Die Bildhauer und Bronzegießer wurden zu Beginn des 15. Jahrhunderts besonders geschätzt. In dieser Epoche sollte sich die Skulptur rasant entwickeln, von der sie dominierenden Architektur ablösen und Bildhauer zu den führenden Künstlern ihrer Zeit erheben. Das hervorragende Thema der Skulptur ist seit der Antike der Mensch. In der Rückbesinnung der Renaissance auf die Antike offenbaren Bildhauer wie Donatello und Verrocchio die Schönheit des Menschen und seine Freiheit. Der Optimismus der Zeit führt zur Erfindung des „Putto“, der Gestalt eines tanzenden kleinen Jungen.

freie Plätze 211-22105 - Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys

( Mo., 7.6., 10.00 - 11.30 Uhr )

Noch heute ist Joseph Beuys (1921-1986) der wohl umstrittenste und zugleich einflussreichste deutsche Künstler der Nachkriegszeit. Seine Werke waren und sind provokant, da sie das Gegenteil dessen sind, was üblicherweise von Kunst erwartet wird. Mit seinen Installationen, Aktionen, Zeichnungen und Objekten schuf er mit ungewöhnlichen, symbolisch aufgeladenen Materialien eine weder gefällige noch leicht verständliche Kunst. Mit seinem legendären Satz „Jeder Mensch ist ein Künstler“ proklamierte Beuys die Gleichsetzung von Denken/Kreativität und Kunst. Lassen Sie uns im Beuysschen Sinne bei dieser Veranstaltung gemeinsam beim kreativen Denken und Austausch „Kunst schaffen“!

freie Plätze 211-22106S - Die (vier! bekannten) Erdteile in der Kunst

( ab Mo., 21.6., 10.00 - 11.30 Uhr )

Die Erdteile sind ein Thema, das die Bildkünste in Europa von der römischen Antike bis zum Ende des Barock aufgreifen. Eine vierteilige Vortragsreihe führt in die vielfältigen Darstellungen ein.

1) Die Entdeckung der Welt
Seit der Antike ist die Einteilung der Erde in Kontinente üblich und wird von Historikern und Geographen vorausgesetzt. Mit diesem Weltbild formt sich die bildliche Darstellung der Erdteile und gewinnt in der Zeit der römischen Expansion ihre Prägung. Im Mittelalter bleibt das Weltbild der in drei Kontinente geteilten Erde erhalten. Der dreigeteilte Globus wird zum Symbol der Schöpfung Gottes oder der Macht Christi. Die im Laufe des 16. Jahrhunderts erfolgte Erkenntnis, dass es sich bei der Entdeckung Amerikas nicht um einige unbekannte Inseln, sondern um einen ganzen unbekannten Kontinent handelte, schärfte das Bewusstsein der Europäer für die Existenz der übrigen Erdteile. Als Folge der Entdeckung Amerikas ist die Zahl der bekannten Kontinente nun auf vier gestiegen, wodurch sie in die Norm profaner Themen passten. Die Zahl vier war gewissermaßen kanonisch für den irdischen Bereich: vier Himmelsrichtungen, vier Jahreszeiten - vier Kontinente.

2) Europa, die Herrscherin der Welt
Wie im Rom Hadrians so ist im europäischen Barock und Rokoko die Darstellung der Weltmacht der vorrangige Sinn der Erdteilallegorien. Die neuzeitlichen Erdteilallegorien bilden vom 16. bis zum späten 18. Jahrhundert eines der bedeutendsten Themen der abendländischen Kunst. Unter den Erdteilen nimmt Europa traditionell die Vorrangstellung für sich ein und erscheint als Herrscherin. Sie kommt der Repräsentation des Kontinents näher als die dem Mythos nach von Zeus in Gestalt eines Stieres entführte phönikische Königstochter, die dem Erdteil den Namen gab.

3) Die unbekannten Nachbarn – Asien und Afrika
Wie die Römer im Mittelmeerraum, so erschienen die Europäer während der Expansion auf dem ganzen Erdkreis als Eroberer. Diese Siegerhaltung prägt die meisten Erdteilallegorien. Nur in einigen Gebieten Asiens fanden die Europäer eine Kultur vor, die der eigenen vergleichbar, wenn nicht überlegen war. Doch wurde hier das europäische Primat in der einzig wahren Religion begründet, die sie von den islamischen Kulturen abhob. Afrika und Amerika hingegen waren als Gebiete der Wilden angesehen, die es zu zivilisieren galt.

4) Amerika – die Neue Welt
Die sensationelle „Entdeckung“ des Columbus bewirkte die Kolonialisierung der Neuen Welt. Anders als für die Darstellung der übrigen Kontinente, gab es für die Amerikas keine Vorbilder und keine Tradition. Die begeisterten Schilderungen Columbus' und Vespuccis über die Schönheit des Landes und die Üppigkeit der Vegetation wurden schnell über ganz Europa verbreitet und stellen die wesentliche Quelle für das Bild Amerikas dar. Die Darstellungen der Menschen folgen Vorstellungen vom "edlen Wilden", der frei von jeglicher Zivilisation ein reines und gerechtes Leben im Einklang mit der Natur führt. Viele Tierarten, besonders die amerikanischen Papageien, wurden in Menagerien gehalten, andere waren ausgestopft in Kunstkammern zu besichtigen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde somit ein umfassendes exotisches Vokabular erstellt, das in diversen Quellen den Künstlern zur Verfügung stand. Mit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten erlischt die Vorherrschaft Europas in der Welt und das Thema verliert seine Bedeutung in der europäischen Kunst.
Anhand von Beispielen und Vergleichen aus Bildhauerei und Malerei werden an zwei Abenden die jeweils typischen Stilmerkmale vorgestellt: Im Unterschied zum klassischen Kunstgeschichtskurs geht es hier um das genaue Betrachten und Erkennen der spezifischen Unterschiede, sodass es künftig leichter fällt, Gemälde und Skulpturen den unterschiedlichen Epochen zuzuordnen. Vorkenntnisse sind also nicht notwendig und es gibt viel Raum für Fragen - und viel Freude beim anschaulichen Lernen!

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