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Humor im Zusammenhang mit bildender Kunst wurde viele Jahrzehnte hindurch in der Kunstgeschichtsschreibung ignoriert, offenbar schien es der Ernsthaftigkeit der Kunst abträglich zu sein, wenn Witz und Satire das Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers bestimmten.
Eine besondere Stellung bekam der Humor in der Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts. Bei Marcel Duchamp, Rene Magritte, Hannah Höch oder Meret Oppenheim finden sich Humor und Ironie als Strategien für das Hinterfragen von Kunst oder gesellschaftlicher Strukturen. In den 1970-Jahren wurden ihre Arbeiten zur Grundlage vielfältiger Kunstformen wie Installationen, Happening, Fluxus, Performance, Foto oder Video die unmittelbar zur humorvollen Kunst von heute führten. Das Komische oder Humorvolle sind hierbei, schon wie zu Beginn des 20. Jh., nicht Selbstzweck, sondern stets Ausdruck einer Haltung gegenüber dem eigenen Kunstverständnis, dem eigenen oder anderen Geschlecht, sowie gesellschaftlichen Ordnungssystemen.
Künstlerinnen und das Komische
Am ersten Termin wollen wir das Komische in den Werken von Künstlerinnen betrachten. Vorgestellt werden Arbeiten von Hannah Höch, Hanna Nagel, Meret Oppenheim, Yoko Ono, VALIE EXPORT und Lili Fischer.
Künstler und das Komische
Am zweiter Termin widmen wir uns dann den Künstlern: Es werden Kunstwerke von Marcel Duchamp, Rene Magritte, Max Ernst, Camille Graeser, Jean Tanguely, Timm Ulrichs und Elmgreen & Dragset nach ihren humoristischen Komponenten befragt.

freie Plätze 181-22104 - Alexej von Jawlensky

( Mi., 2.5., 19.30 - 21.00 Uhr )

Durch alle Widerstände als entarteter Künstler hat Jawlenskys Werk die Naziherrschaft überstanden und gehört längst zu den klassischen Beständen der Moderne.
Bei dem Diavortrag werden wesentliche Stationen der Entwicklung des Werkes von A. Jawlensky aufgezeigt: Porträt, Antlitz, Meditation. Kaum ein Künstler hat sich so konsequent auf das Thema des menschlichen Antlitzes konzentriert und ein neues Menschenbild geschaffen.
Inspiriert durch den Maler können Sie dieses Thema in einem Jawlensky-Seminar am Sa, 05.05.18 künstlerisch erkunden.
Ohne Anmeldung!

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