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auf Warteliste 202-22103 - Rätselhafte Bilderwelten: Stillleben

( Mo., 9.11., 10.00 - 11.30 Uhr )

Das Stillleben erfreut sich seit dem 17. Jahrhundert großer Beliebtheit und wurde bis ins späte 18. Jahrhundert zu einer bevorzugten Bildgattung. Die heutige Betrachtungsweise dieser Stillleben-Bilder beschränkt sich häufig darauf, die Schönheit der abgebildeten Gegenstände und die Virtuosität zu bewundern, mit der diese gemalt und im Bildraum angeordnet wurden. Nur selten kennen die Betrachtenden den Symbolgehalt des Dargestellten und verstehen den ernsten Sinngehalt der Komposition. Schmetterling, Fliege, Blume, Hering oder Silber- und Kristallgefäße sind nicht nur um ihrer selbst willen gemalt worden, sondern vermitteln Inhalte, die früher verstanden wurden. Für den modernen Menschen sind es zumeist verschlüsselte Botschaften, die im Vortrag dechiffriert und erläutert werden.
Angesichts der Symbole, Allegorien, Metaphern und Chiffren der Bildenden Kunst bleiben die Betrachtenden oft ratlos. Dies gilt sowohl für die traditionelle als auch für die moderne Kunst. So finden sich auf dem großformatigen Werk „Wege der Weltweisheit – die Hermanns-Schlacht von Anselm Kiefer über dreißig Porträts. Das ästhetische Erscheinungsbild der Holzschnittdrucke wie Farbsetzung und Materialität sowie einzelne Strukturen sind metaphorisch zu deuten. Die Identifikation der abgebildeten Personen stellt die größte Herausforderung dar. Ist sie gelungen, bleibt die zentrale Frage nach der Verbindung aller Dargestellten zueinander. Anselm Kiefer schafft einen Denkraum zur deutschen Geschichte, dessen detaillierte Entschlüsselung ist Inhalt und Ziel des Vortrags.
2021 wird Dürer zu seinem 550. Geburtstag in mehreren Ausstellungen gefeiert. Zu Recht wird er als bedeutendster deutscher Künstler vor der Moderne bezeichnet, mit dem jeder Deutsche irgendwie aufgewachsen ist. Entscheidend für seinen künstlerischen Rang war eine nachgewiesene Reise nach Venedig, die ihm die neue Sicht der Italiener auf die Welt und auf sich selbst als Maler eröffnete. Dürer studierte die "antigisch art", die er in eine typisch deutsche Malerei übersetzte und oft mit Albertus Dürer alemanus signierte. Das zeigt sich auch an den Figurentypen: Adam ist ein griechischer Gott, Eva eine deutsche Maid und beide sind sehr viel ausgelassener als die feierlichen Italiener.
Ergänzt wird dieser Vortrag durch eine Führung in der Staatsgalerie (Kursnr. 202-02302), die sich mit der Malerei in der Dürerzeit beschäftigt.
Anhand von Beispielen und Vergleichen aus Architektur, Bildhauerei und Malerei werden an zwei Abenden die jeweils typischen Stilmerkmale vorgestellt: Im Unterschied zum klassischen Kunstgeschichts-Kurs geht es hier um das genaue Betrachten und Erkennen der spezifischen Unterschiede, sodass es künftig leichter fällt, Gebäude, Gemälde und Skulpturen den unterschiedlichen Epochen zuzuordnen. Vorkenntnisse sind also nicht notwendig und es gibt viel Raum für Fragen - und viel Freude beim anschaulichen Lernen!

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