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Kursangebote >> Kursbereiche >> Kultur - Kreativität >> Kunst - Kulturgeschichte

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Thema dieses Vortrags sind die italienischen Fürstenhöfe und deren Auswirkungen auf die Anlagen in Deutschland. Die Residenzen der Renaissancefürsten sind nur noch schwer zu verstehen. Die profanen Bauten zerfielen, wurden überbaut oder schlicht in Schlachten zerstört, später abgerissen oder durch modernere, repräsentativere Anlagen ersetzt. Wandmalerei, die die italienischen Paläste schmückte, war billig im Vergleich zu den kostbaren Tapisserien, die bis ins 16. Jahrhundert den Großteil der Wanddekoration ausmachte. Ab dem 15. Jahrhundert aber wurde auch Wandmalerei modern, als die Künstler im Zuge des Humanismus die Naturwiedergabe anstrebten. Die Malerei errang nun aufgrund der technischen Präzision und Dauerhaftigkeit hohes Ansehen bei den Auftraggebern wie bei den Künstlern selbst. Daher sind sie teilweise erhalten und geben Auskunft über den Lebensstil der Hausherren.
Ergänzt wird der Vortrag durch eine Führung in die Kunstkammer des Württembergischen Landesmuseums (Kursnr. 201-02159), die den Lebensstil der Württembergischen Herzöge vorführt bis hin zu den Tischsitten und den Austausch mit den italienischen Höfen.
Schrift ist schon seit vielen Jahrzehnten für unzählige Kunstschaffende ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Historisch betrachtet ist die Verwendung von Schrift in der Malerei ein altes Phänomen, wie etwa bei mittelalterlichen Handschriften, in der Buchmalerei oder auf Altartafelbildern. Heute ist die Kombination von Schrift und Bild selbstverständlich geworden, obwohl die Schrift eigentlich ein fremdes Medium ist, entliehen aus dem Bereich der Literatur. Bei der Kombination von Schrift und Bild stellt sich stets die Frage nach ihrer Wechselbeziehung; ist das Wort z.B. nur ein Motiv oder dient es als ergänzende Information? Der Vortrag widmet sich diesem vielseitigen Thema mit Werken u.a. von René Magritte, Natalja Gontscharowa, Timm Ulrichs, Alighiero Boetti, Anselm Kiefer, Bruce Nauman, Jenny Holzer, Thomas Locher und Wang Guangyi.

freie Plätze 201-22103 - Das Phänomen Banksy

( Mo., 4.5., 10.00 - 11.30 Uhr )

Kaum ein Künstler ist derzeit so in aller Munde wie der britische Street-Art Künstler Banksy (geboren vermutlich 1974 in Bristol, England). Der Künstler, dessen wahre Identität und dessen bürgerlicher Name unbekannt sind, machte zunächst mit Schablonengraffiti in verschiedenen europäischen Städten auf sich aufmerksam.
Spätestens seit sich das Bild „Girl With Balloon“, unmittelbar nach dem Verkauf für rund 1,2 Millionen Euro an eine deutsche Sammlerin, bei einer Versteigerung des Auktionshauses Sotheby’s in London selbst zerstörte, ist der Hype um seine Arbeiten enorm geworden. Zuletzt im Oktober 2019 erzielte sein 2,5 m hohes und 4,2 m breites Gemälde „Devolved Parliament“ bei einer Sotheby’s-Auktion die Rekordsumme 11 Millionen Euro. Das erstmals 2009 in Banksys Heimatstadt Bristol ausgestellte Bild zeigt das britische Unterhaus, das anstatt von Politikern von Schimpansen besetzt ist. In dem Vortrag wird von der Dozentin, der Kunsthistorikerin Regina M. Fischer, die Bedeutung des Künstlers thematisiert, der mit seinen Taktiken der Kommunikationsguerilla aktuelle politische und gesellschaftsrelevante Themen aufgreift und dem Kunstmarkt einen Spiegel vorhält.

freie Plätze 201-22105G - Jahreszeiten in der Kunst

( ab Mo., 15.6., 10.00 - 11.30 Uhr )

Die Jahreszeiten sind ein Thema, das die Bildkünste in Europa von der römischen Antike bis zur klassischen Moderne aufgreifen. Diese vierteilige Vortragsreihe möchte in die vielfältigen Darstellungen einführen.

1) Die Personifikationen der Jahreszeiten (Mo, 15.06.)
Seit der römischen Antike werden die Jahreszeiten verkörpert, zunächst wurden Götter mit ihnen gleichgesetzt, so der Weingott Bacchus mit dem Herbst. Später wurden eigene künstlerische Lösungen verbindlich. Dass Frühling und Sommer weiblich sind, Herbst und Winter hingegen männlich, hat nichts mit dem Wetter zu tun, sondern mit dem Geschlecht des lateinischen Substantives. Formen und Funktionen der Werke, etwa ihr Einsatz in Gartensälen von Schlössern, sind das Thema.

2) Stimmungen der Jahreszeitenbilder (Mo, 22.06.)
Zyklen der Jahreszeiten sind Themen von u. a. Nicolas Poussin und Paul Cézanne. Sie gehen auf Monatsdarstellungen zurück. Die Betonung der Jahreszeiten löst sich von dem Kanon des Themas und wird zum Träger von Stimmungen, die das Bildthema stützen. Auguste Renoirs „Bal au Moulin de la Galette“ findet an einem Sommertag statt und kaum ein Bild vermag es, einen Sommermorgen in einer russischen Datscha besser wiederzugeben als Valentin Serovs „Mädchen mit Pfirsichen“. Pieter Brueghel d. Ä. lässt bezeichnender Weise den „Bethlehemitischen Kindermord“ in einem eisigen Winter stattfinden.

3) Landschaftsbilder (Mo, 06.07.)
Die Landschaft ist ein äußerst beliebtes Thema und bildet eine eigene Kategorie der Malerei aus. Joseph Anton Koch zeigt die Alpen als bedrohliche Eiswüste, sein erfolgreicher Konkurrent Caspar David Friedrich hingegen in goldenem Sommerlicht. Die Impressionisten machen aus dem Lichteinfall in den Jahreszeiten eine Voraussetzung für Malerei an sich und unabdingbar ist die Sonne der Provence für Vincent van Gogh.

4) Gärten (Mo, 13.07.)
Die Bepflanzung und Benutzung von Gärten ist natürlich ein Thema der Gartenkunst von den Medici-Villen über den Park von Versailles zu Claude Monets Garten in Givency. Gleichzeitig aber sind Gärten und ihre Erscheinungen in den Jahreszeiten wieder ein Thema der Malerei etwa in Emil Noldes „Zitronengarten“ in der Stuttgarter Staatsgalerie. Dass in dem Gärten des Barock wieder die Personifikationen der Jahreszeiten stehen, rundet das Thema ab.

freie Plätze 201-22105L - Fantastische Frauen

( Mo., 4.5., 19.30 - 21.00 Uhr )

Der Vortrag zur gleichnamigen Ausstellung in der Frankfurter Schirn Kunsthalle will Ihnen nicht nur die Kunst des Surrealismus, sondern vor allem die andere, die weibliche Seite des Surrealismus vorstellen. Salvador Dalí, Max Ernst, René Magritte oder Joan Miró – diese männlichen Vertreter des Surrealismus sind uns vertraut. Anhand ausgewählter Werkbeispiele soll gezeigt werden, dass die Beteiligung von Künstlerinnen wie Meret Oppenheim, Dora Maar, Unica Zürn, Leonora Carrington, Dorothea Tanning, Kay Sage, Frida Kahlo u.a.m. an der surrealen Kunst wesentlich größer war als es allgemein bekannt ist. Als Ergänzung zu diesem Vortrag wird eine Tagesexkursion (Kursnr. 201-02256) zur Frankfurter Ausstellung angeboten, die es Ihnen ermöglicht, die Vorstellungswelt der surrealistischen Künstlerinnen anhand von Werkbetrachtungen vor den Originalen zu entdecken.
Veranstalter: VHS Leonberg

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