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Weltanschauung, Wertvorstellung, Ideologiekritik

Weltanschauungen verbinden uns ebenso sehr, wie sie uns trennen. Der Austausch und der Diskurs von verschiedenen Perspektiven ist das, was uns und unsere Gesellschaft befördert. Das erfordert von uns Neugier und Offenheit.

Derzeit, so scheint es, überwiegen weltweit allerdings die trennenden, geschlossenen Elemente. In bedeutenden Teilen unserer Gesellschaft und der Welt sind rassistische, nationalistische, extremistische und ausgrenzende Anschauungen und die damit verbundenen Wertvorstellungen auf dem Vormarsch. Diese gilt es kritisch zu analysieren und sich deutlich dagegen zu positionieren.

In unserem Schwerpunkt bieten wir Ihnen einen bunten Strauß verschiedener Weltanschauungen, Wertvorstellungen und Ideologiekritik. Wir laden Sie ein zu entdecken, zur eigenen Urteilsbildung und sind gespannt auf Ihre Sicht der Dinge und Ihre Weltanschauung.

 

 

Kursangebote >> Sonderrubrik >> Schwerpunktthema

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Anmeldung möglich 172-18101G - Freiheit statt Sicherheit!

( Di., 26.9., 18.00 - 20.00 Uhr )

Immanuel Kant, Voltaire und insbesondere Jean-Jacques Rousseau zählen zu den großen Vorbereitern der Überwindung von Absolutismus und Ständestaat durch die Französische Revolution von 1789. Die Wirkung ihrer Schriften war ungemein. Die drei großen Kritiken Kants, der "Gesellschaftsvertrag" Rousseaus und die zahlreichen literarischen Werke Voltaires wirkten als prärevolutionärer Treibsatz und führten nicht nur zum Umsturz in Europa, sondern beeinflussten ebenso den Unabhängigkeitsprozess in Nordamerika, der 1776 zur Ausrufung der USA führte.
Die Frage lässt sich nur beantworten, wenn wir den Begriff definieren. Derzeit wird er inflationär gebraucht. Wir sollten ihn aber für Akteure aufsparen, die eine bestimmte Art von Rückbezug zum Volk herstellen und die angeblich den wahren Volkswillen kennen. Sie verneinen damit die demokratische Pluralität. In Ländern wie Ungarn, Polen und in der Türkei wurden Grundrechte bereits eingeschränkt und damit die Demokratie beschädigt. Werner Birkenmaier, der frühere Chef der Innenpolitik der Stuttgarter Zeitung, beleuchtet das Phänomen Populismus.
Ohne Anmeldung!

freie Plätze 172-12102G - Donald Trump bei der Arbeit

( Di., 17.10., 18.30 - 21.00 Uhr )

So chaotisch sein Wahlkampf, so chaotisch die ersten Monate seiner Regierungszeit. Im Bemühen, seine teilweise bizarren Wahlkampfversprechen zu halten, gerät Donald Trump ein ums andere Mal in Konflikt mit der Justiz, mit Geheimdiensten, mit prominenten Kritikern der Opposition sowie der eigenen republikanischen Partei und erst recht mit den seriösen Medien. Ob es um Einreiseverbote aus willkürlich ausgewählten muslimischen Ländern, um den Mauerbau an der mexikanischen Grenze, um die Abschaffung der von der Vorgängerregierung Obamas eingeführte Krankenversicherung oder um haltlose Verdächtigungen politischer Gegner geht, immer wieder stößt der Präsident auf unüberwindliche verfassungsrechtliche, finanzielle oder andere Hindernisse, die sein Regierungshandeln lähmen. Trumps außenpolitisches Agieren ist nicht besser. Sein Umgang mit Verbündeten, mit wichtigen Handelspartnern und Gegenspielern zeugt teilweise von wenig Sachkenntnis, aber viel emotionaler Spontanität. Beides macht die Außenpolitik unseres wichtigsten Verbündeten zunehmend unberechenbar, mithin gefährlich.

fast ausgebucht 172-11102G - Gott kam aus Ägypten

( Mi., 25.10., 18.30 - 21.30 Uhr )

Um 1350 v.Chr. wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit eine Religion gestiftet und ein monotheistischer Gott verkündet. Als erster moderner Mensch versuchte Echnaton, die Welt aus einem einzigen Prinzip zu erklären und dieses Prinzip, das Licht, als alleinige Gottheit zu verehren. Erstaunlich ist, wie dieser Pharao in wenigen Jahren seine Lehre von der Allmacht des Lichtes - verkörpert in der Sonne - in einer Klarheit und Konsequenz ausgestaltet, wie sie nicht wieder erreicht wurde. In der Verfolgung anderer Glaubensrichtungen ist Echnaton zugleich ein erster Vertreter des Fundamentalismus und damit höchst aktuell, zeigt er doch auch das Scheitern jeder einseitig fundamentalistischen Bemühung. Weil er Bereiche ausgrenzte, die für die Menschen unverzichtbar sind, hatte seine Lehre keinen Bestand. Judentum und Christentum sind von Echnatons Lehre jedoch stark beeinflusst worden. Bis zu seiner Wiederentdeckung durch die moderne Wissenschaft ist Echnaton allerdings in Vergessenheit geraten. An diesem Abend wird die Entwicklung der ersten monotheistischen Religion im historischen Kontext ausführlich dargestellt und mit zahlreichen Bildern veranschaulicht.
In der Kultur der drei Völker Abrahams gibt es eine Fülle von Gemeinsamkeiten: Neben der Architektur sakraler Bauten, Vorstellungen vom Paradies und Wasser, sind auch Erz-Engel und als Heilige oder Propheten verehrte Figuren Beispiele für ein Überlappen der Bildwelten, Farben und Formen. Die blutigen Kreuzzüge brachten zahlreiche Neuerungen wie den Spitzbogen und Granatäpfel nach Europa. In Andalusien kam es bis 1471 unter den Mauren zu einer Hochkultur, die sich in grandiosen Bauwerken niederschlug. Jüdische Gewürzbüchsen beeinflussten wiederum christliche Monstranzen und nicht nur in der Gegenreformation fand die Gestalt Judiths Darstellung als eine Heroine des Alten Testaments. Die Inhalte dieser Veranstaltung werden in der gleichnamigen Exkursion vertieft (172-02202, am 16.11.2017).
Ohne Anmeldung!
Bis zu Hegels Tod 1831 bestimmte der Deutsche Idealismus das geistesgeschichtliche Denken der Epoche zwischen Französischer Revolution und Vormärz. Doch dann brach sich der Materialismus mit seinem humanistischen Atheismus Bahn und gipfelte schließlich in der kommunistischen Ideologie von Karl Marx und Friedrich Engels. Doch was bedeuten Sätze wie "Religion ist Opium für's Volk" und "Hegel muss vom Kopf wieder auf die Beine gestellt werden"? Bestimmt tatsächlich das Bewusstsein das Sein, oder ist es vielleicht doch umgekehrt?
Ohne Anmeldung!
Mit der Oktoberrevolution von 1917 wurde der Untergang des alten zaristischen Russlands eingeleitet. Was folgte, war die Errichtung der Sowjetunion durch Lenin und Stalin, die beide versuchten, auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus mit der Umwandlung Russlands in einen sozialistischen Staat den Boden für eine proletarische Weltrevolution zu bereiten. Am Ende scheiterte diese politische Ideologie, weil sie zentrale Versprechen nicht einzulösen vermochte, und weil sie gegenüber dem innovativen kapitalistischen Westen wirtschaftlich und technologisch immer mehr ins Hintertreffen geraten war.

Anmeldung möglich 172-22101 - Die Macht der Bilder in der Reformationszeit

( ab Di., 14.11., 10.00 - 12.15 Uhr )

Vor allem mit dem Buchdruck mit Texten und Bildern verbreitete sich die Lehre Martin Luthers sehr schnell. Zwischen Herbst 1517 und Frühjahr 1521 kam es bereits zur Spaltung der Kirche. In diesem Konflikt zogen beide Seiten politisch, juristisch und später auch militärisch sämtliche Register. Der Kampf der Konfessionen fand aber nicht nur mit Schriften, auf der Kanzel und auf dem Schlachtfeld statt, sondern auch in der Welt der Bilder. In Graphiken und Gemälden wurden Ängste geschürt und Feindbilder geschaffen, die neue Lehre wurde propagiert oder vor deren Verruchtheit gewarnt.
Kursinhalt:
- Die Zeit vor der Reformation: Die Jahrhundertwende um 1500, die angstvoll als mögliches Weltenende empfunden wurde, brachte zahlreiche Darstellungen von der ewigen Verdammnis, von Fegefeuer und Hölle hervor; sie unterstützten dadurch den Ablasshandel im großen Stil.
- Der Kampf der Konfessionen: Spott und Beleidigung als Motive in der Graphik.
- Lucas Cranach d. Ä. und Lucas Cranach d. J.: In ihrer Werkstatt entstanden didaktische Gemälde, die Luthers Lehre veranschaulichen. Ihre Luther-Porträts machten ihn zum "Medienstar".
Was genau ist der Unterschied zwischen Bio-Weinbau und konventionellem Weinbau? Gemeinsam werden wir uns auf die Suche nach den Unterschieden und Gemeinsamkeiten begeben und dabei den ein oder anderen Wein zum Thema verkosten. Dazu gibt es ein Vesper.

Keine Anmeldung erforderlich 172-01204G - Erdogans Neuerfindung der Türkei

(vhs Korntal-Münchingen, Do., 16.11., 19.00 - 20.30 Uhr )

Auf dem Weg zur Ein-Mann-Diktatur kennt der türkische Staatspräsident Recep Tayyib Erdogan keine Skrupel. Zur Rückgewinnung der absoluten Mehrheit seiner AKP-Partei brach er 2015 den Aussöhnungsprozess mit der kurdischen Minderheit ab und stürzte das Land in einen Bürgerkrieg. Den gescheiterten Militärputsch vom Juli letzten Jahres nahm er zum Anlass rigoroser Säuberungen in Justiz, Verwaltung und Medien. Wer Opposition leistet, gerät schnell in Terrorismusverdacht. Wer sich auf das laizistische Erbe des Staatsgründers der modernen Türkei, Kemal Atatürk, beruft, sieht sich einer massiv geförderten Islamisierung gegenüber, die sich auch gegen die Frauenemanzipation wendet. Obwohl NATO-Mitglied, orientiert sich Erdogans Türkei neuerdings außenpolitisch mehr nach Osten als nach Westen. Diese Wendung hat mehrere Ursachen: zum einen die Enttäuschung über den stagnierenden Aufnahmeprozess in die Europäische Union, zum andern die Hoffnung auf Ausgleich durch verstärkte wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit Russland und China. Im Schnittpunkt der neuen chinesischen Seidenstraße und russischer Pipelines nach Westen gelegen, hat die Türkei für der machthungrigen Möchtegernsultan Erdogan das Potential zum Wiederaufstieg zur osmanischen Großmacht. Ein Angebot im Rahmen der Initiative "Volkshochschulen für Europa", weitere Informationen unter www.vhseuropa.de.
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Tel.: 07156 205-401
Fax: 07156 205-405
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Programm Herbst/Winter 2017/2018

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Grundbildung
ich will deutsch lernen