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Weltanschauung, Wertvorstellung, Ideologiekritik

Weltanschauungen verbinden uns ebenso sehr, wie sie uns trennen. Der Austausch und der Diskurs von verschiedenen Perspektiven ist das, was uns und unsere Gesellschaft befördert. Das erfordert von uns Neugier und Offenheit.

Derzeit, so scheint es, überwiegen weltweit allerdings die trennenden, geschlossenen Elemente. In bedeutenden Teilen unserer Gesellschaft und der Welt sind rassistische, nationalistische, extremistische und ausgrenzende Anschauungen und die damit verbundenen Wertvorstellungen auf dem Vormarsch. Diese gilt es kritisch zu analysieren und sich deutlich dagegen zu positionieren.

In unserem Schwerpunkt bieten wir Ihnen einen bunten Strauß verschiedener Weltanschauungen, Wertvorstellungen und Ideologiekritik. Wir laden Sie ein zu entdecken, zur eigenen Urteilsbildung und sind gespannt auf Ihre Sicht der Dinge und Ihre Weltanschauung.

 

 

Kursangebote >> Sonderrubrik >> Schwerpunktthema

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Anmeldung möglich 172-22101 - Die Macht der Bilder in der Reformationszeit

( ab Di., 14.11., 10.00 - 12.15 Uhr )

Vor allem mit dem Buchdruck mit Texten und Bildern verbreitete sich die Lehre Martin Luthers sehr schnell. Zwischen Herbst 1517 und Frühjahr 1521 kam es bereits zur Spaltung der Kirche. In diesem Konflikt zogen beide Seiten politisch, juristisch und später auch militärisch sämtliche Register. Der Kampf der Konfessionen fand aber nicht nur mit Schriften, auf der Kanzel und auf dem Schlachtfeld statt, sondern auch in der Welt der Bilder. In Graphiken und Gemälden wurden Ängste geschürt und Feindbilder geschaffen, die neue Lehre wurde propagiert oder vor deren Verruchtheit gewarnt.
Kursinhalt:
- Die Zeit vor der Reformation: Die Jahrhundertwende um 1500, die angstvoll als mögliches Weltenende empfunden wurde, brachte zahlreiche Darstellungen von der ewigen Verdammnis, von Fegefeuer und Hölle hervor; sie unterstützten dadurch den Ablasshandel im großen Stil.
- Der Kampf der Konfessionen: Spott und Beleidigung als Motive in der Graphik.
- Lucas Cranach d. Ä. und Lucas Cranach d. J.: In ihrer Werkstatt entstanden didaktische Gemälde, die Luthers Lehre veranschaulichen. Ihre Luther-Porträts machten ihn zum "Medienstar".
"Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils." Diese Sätze aus dem berühmten Gemeinschaftswerk "Dialektik der Aufklärung" von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer kennzeichnet die globale Situation im Jahr 1944, dem Jahr der Erstveröffentlichung, ebenso wie den aktuellen Zustand des Planeten. "Das Programm der Aufklärung war die Entzauberung der Welt. Sie wollte die Mythen auflösen und Einbildung durch Wissen stürzen." Jedoch: Nach Auffassung von Adorno und Horkheimer verstrickt sich Aufklärung mit jedem ihrer Schritte selbst in Mythologie.
Beide Philosophen gehören zu den Gründervätern des berühmten "Frankfurter Instituts für Sozialforschung" dessen Mitglieder an einer Theorie der Gesellschaft arbeiteten mit dem Ziel, diese grundlegend zu verändern.
Im Kurs werden Begriff, Gegenstand und Ziel der Kritik untersucht und die wichtigsten Theoreme besprochen, die die frühe "Frankfurter Schule" prägen.

auf Warteliste 172-02207G - Kloster Maulbronn bei Kerzenlicht

( So., 26.11., 11.30 - 19.45 Uhr )

Ein außergewöhnliches Erlebnis erwartet Sie im UNESCO-Weltkulturerbe. Hunderte von Kerzen beleuchten den Weg durch die mittelalterlichen Gemäuer und zum Ausklang genießen Sie Glühwein - mit und ohne Alkohol - zu selbstgemachtem Brauchtumsgebäck. Im Kirchenschiff lauschen Sie gregorianischem Gesang und durchstreifen danach die stimmungsvoll beleuchteten Schauplätze klösterlichen Lebens. Wie wirkte sich die asketische Weltanschauung im Alltag aus? Welche heimlichen Genüsse gab es? Schon am Nachmittag werden wir uns Kostproben dazu bei einer Einkehr in der Klosterschmiede (auf eigene Kosten) schmecken lassen und auch bei der Kräuterhexe vorbeischauen. Gewürzt mit Geschichten und Erzählungen inmitten der historischen Klosteranlage erleben Sie so eine eindrucksvolle Reise ins Mittelalter mit allen Sinnen.
Bitte mitbringen: warme Kleidung.
Zusatztermin: 07.01.2018

Anmeldung möglich 172-11104G - Geld, Macht und Herrschaft

( Di., 5.12., 15.00 - 17.00 Uhr )

Macht und Herrschaft sind klassische Ordnungskriterien menschlichen Miteinanders, angefangen von der Familie bis hin zu überstaatlichen Organisationen. Die Geschichte ist ein einziges Ringen um die Ausgestaltung von Macht und Herrschaft unter den zahlreichen Ordnungsprinzipien und dem Ringen um die Antwort auf die Frage nach "der besten aller Welten". Das Geld spielt hierbei eine zentrale Rolle. Geld ist der Motor der Wirtschaft, seit es ein kapitalistisches Denken und Handeln gibt. Und so sind Wirtschaftsinteressen immer auch Machtinteressen: Geld regiert die Welt, wie der Blick auf die historische Entwicklung zeigen soll.
Seit dem Wahlsieg der nationalkonservativen Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) im Herbst 2015 ist Polen deutlich nach rechts gerückt und verstärkt seitdem das Lager der euroskeptischen Staaten innerhalb der Europäischen Union. Für Jaroslaw Kaczynski, der die PiS straff wie eine Kaderpartei führt und die Regierung dirigiert, ohne ein Ministeramt zu bekleiden, heißt die Devise "weniger Europa, dafür aber mehr Nation". Gemäß diesem Leitspruch lehnt die heutige polnische Regierung eine Vertiefung der EU entschieden ab und sträubt sich vehement gegen die von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien befürwortete Politik der unterschiedlichen Geschwindigkeiten im europäischen Einigungsprozess. Genauso entschieden macht sie mit anderen ostmitteleuropäischen Nachbarstaaten Front gegen die von Brüssel und der deutschen Kanzlerin propagierte Quotenregelung für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Der neue polnische Nationalismus, der historisch gesehen ein alter ist, verbindet sich in der PiS mit autoritären Staatsvorstellungen, die auf eine Beschneidung der polnischen Verfassungsgerichtsbarkeit abzielen.

Keine Anmeldung erforderlich 172-01302 - Saudi-Arabien

( Do., 11.1., 19.30 - 21.00 Uhr )

Ein riesiges Lichtermeer, modernste Architektur, gigantische Einkaufszentren und wilder Autoverkehr auf achtspurigen Straßen - das ist Riad, die 5 Millionen-Metropole mitten in der Wüste. Als Kontrast dazu traditionelle Orte mit Lehmbauten in beeindruckenden Berg-, Fels- und Wüstenlandschaften. Großartige Kulturschätze entlang der alten Weihrauchstraße, so wie die Nabatäerstadt Mada'in Salih - heute Weltkulturerbe - oder die Überreste der einstigen Hedschas-Bahn von Damaskus nach Medina sind sehenswert. Im über 3000 m hohen Asir-Gebirge des Südwestens erinnern die teilweise nur mit Seilbahnen erreichbaren Orte an die Bauweise des benachbarten Jemen. Jeddah an der Westküste ist eine Großstadt westlicher Prägung und Tor der Pilger nach Mekka. Interessant ist die Altstadt mit engem Häusergewirr, der riesige Fischmarkt und die einladende, moderne Uferpromenade. Reisen Sie mit uns in dieses fremde Land.
Ohne Anmeldung!

Anmeldung möglich 172-02301 - Die Synagoge in Stuttgart

( Do., 18.1., 18.00 - 21.00 Uhr )

In der Pogromnacht 1938 wurde die alte, prächtige Synagoge in Stuttgart angezündet und dem Erdboden gleichgemacht. Heute steht an derselben Stelle ein eher unscheinbares Gebäude. Im Rahmen der Führung werden Ihnen Dinge erklärt, die mit den Schriftrollen, dem Gebet und der heutigen jüdischen Gemeinde verbunden sind. Vor der Führung erhalten Sie ein traditionelles jüdisches Mahl. Während des gemeinsamen Essens (Getränke können gegen einen Kostenbeitrag erworben werden) führt der Kursleiter in die strengen Speisegesetze der koscheren Küche ein. Hinweis: Bitte unbedingt einen gültigen Personalausweis oder Pass mitbringen, die Herren bitte auch eine Kopfbedeckung. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihr Geburtsdatum an.
Auf Initiative des deutschen Königs Sigismund von Luxemburg sollte auf einer großen Kirchenversammlung in Konstanz die damals bereits Jahrzehnte anhaltende Kirchenspaltung der katholische Kirche beendet werden. Inzwischen gab es drei Päpste, die sich und ihre jeweiligen Anhänger gegenseitig mit dem Bann belegten, so dass es im Abendland niemanden mehr gab, der nicht gebannt gewesen wäre. Nach langen Verhandlungen gelang es 1417, die Kirche und die Gläubigen unter einem neuen Papst wieder zu einen und das Papsttum zu veranlassen, von Avignon nach Rom zurückzukehren. Doch ging es wirklich nur um kirchliche Belange?
Wer hat sich nicht schon gefragt, wie eigentlich Zeitungsmeldungen entstehen. Ein x-beliebiges Ereignis geschieht und dann fangen die Redaktionen an zu diesem Thema zu berichten. Aber jeder Mensch und somit auch jeder Journalist hat seine eigene Meinung zu gewissen Sachverhalten. Nachrichtenagenturen stellen bereits einen ersten Filter dar. Ob eine Meldung eher positiv oder eher negativ erzählt wird, hängt aber nicht nur von der Meinung des Journalisten oder der jeweiligen Redaktion ab, sondern auch welchen politischen Interessen man genügen will. In diesem Workshop wollen wir versuchen, ein politisches Ereignis aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und dann in Eigenarbeit, mit Recherche, selber eine Meldung zu verfassen.
Ohne Anmeldung!

Keine Anmeldung erforderlich 172-01305 - Was ist eigentlich Homöopathie?

( Mi., 31.1., 19.30 - 21.00 Uhr )

Viele Menschen suchen alternative Behandlungsmethoden, um auf "natürlichem" Wege gesund zu werden oder ihre Gesundheit zu erhalten. Welche Rolle spielt die Homöopathie unter den alternativen Heilmethoden? Warum spricht man heute eher von integrativer und nicht mehr von alternativer Medizin? Was sind die Unterschiede zur sogenannten Schulmedizin? Was sind "bewährte Indikationen" und was ist die "Konstitutionsbehandlung"? Diese Fragen werden anhand von vielen praktischen Beispielen erläutert. Im Anschluss an den Vortrag stehen Ihre Fragen im Mittelpunkt!
Ohne Anmeldung!
In Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW).

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Tel.: 07156 205-401
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