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Krieg und Frieden

1918: Otto Dix zeichnet an der Westfront, der Krieg geht im selben Jahr zu Ende.
1968: Der Vietnamkrieg ist in vollem Gange, die 68er sind friedensbewegt.
2018: Es bestehen voraussichtlich über 200 bewaffnete Konflikte weltweit.

Vor 100 Jahren endete der 1. Weltkrieg. Zahlreiche Konflikte der Gegenwart sind noch auf diese
Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zurückzuführen. In diesem Semester nehmen wir das
Thema Krieg mit der hoffnungsfrohen Möglichkeit des Friedens in den Blick. Wir nähern uns
dem Gegenstand aus historischer Perspektive und gehen weit zurück in der Menschheitsgeschichte,
betrachten aber auch gegenwärtige Probleme und mögliche Auswege.
Kann uns die Geschichte einen Weg zeigen, neu zu denken und zu handeln? Wir laden Sie
zum Gespräch und zum Entwickeln von Gedanken ein, die das Vergangene berücksichtigen
und friedliebend überschreiten.

Kursangebote >> Sonderrubrik >> Schwerpunktthema

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Sie begannen mit den Protesten US-amerikanischer Bürgerrechtler. In Deutschland, ebenso wie in anderen Ländern Europas, gab es intensive zivile Konflikte. In Deutschland hat die 68­Bewegung einer ganzen Generation ihren Namen gegeben. In dieser Zeit entwickelten sich zwischen der Generation, die den Krieg erlebt hatte, und den Nachgeborenen Spannungen, die sich vielfältig entluden. Mit Demonstrationen, Sitins und zivilem Ungehorsam reagierten viele junge Menschen auf die damals anstehenden politischen Ereignisse wie z.B. den Vietnam-Krieg. Aber auch die völlige Ablehnung der gesellschaftlichen Normen, der Konsum von alten und neuen Drogen, freie Liebe und die Kommune waren ein Ausdruck jener Zeit.
Ohne Anmeldung!
Im Sommer 2017 entstand ein neues Kunstwerk des Künstlers Dani Karavandas, das sich "Brücke des Friedens" nennt. Der ca. 4 km Rundweg hat aber noch 10 weitere Skulpturen, die den Friedensaspekt facettenreich beleuchten (z.B. Freiheit, Erinnerung, Vergessen, Geborgenheit, Vertrauen). Gemeinsam gehen und verweilen wir an den einzelnen Kunstwerken und lassen uns von den Friedensgedanken inspirieren. Mitgehen können Groß und Klein. Die meisten Wege sind asphaltiert. Ratsam ist deshalb, gutes Schuhwerk an den Füssen zu tragen. Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Bitte genug zu Trinken und Essen mitnehmen.
Individuelle Anreise: z.B. U6 bis Stgt.-Hbf, S2/S3 bis Bahnhof Fellbach, Bus 60 Richtung Öffingen bis Haltestelle Kath. Gemeindezentrum. Der Fußweg ist dann zum Parkplatz ausgeschildert.

Anmeldung möglich 181-11104 - Sieger und Besiegte

( Di., 3.7., 18.00 - 20.00 Uhr )

"Der Sieger schreibt die Geschichte". Tatsächlich ist unser Bild von der Geschichte häufig stark geprägt durch die Sichtweise der jeweils siegreichen Partei. Es bedarf nicht selten detektivischer Spürarbeit der Historiker, um herauszufinden, ob sich die Dinge tatsächlich so verhalten haben bzw. abgelaufen sind, wie sie von den Siegern dargestellt wurden und in die Geschichtsbücher eingingen. Beispiele sollen belegen, wie sehr dabei die Dinge verklärt wurden, wie verfälscht und offen gelogen wurde und wie es der siegreichen Seite im Lauf der Geschichte tatsächlich immer wieder gelang, die Ereignisse umzubiegen, so dass der Eindruck entstand, Fehler hätten immer nur die Unterlegenen begangen und deshalb auch zurecht verloren.
Geschichte ist ohne Entscheidungen nicht vorstellbar. Entscheidungen sind es, die den Verlauf der Ereignisse, die Weltgeschichte, ja sogar den Weltgeist bestimmen. Jedes Handeln, selbst das Nichthandeln führt letztlich zu entscheidenden Veränderungen und damit zu Entscheidungen selbst. Solche politischen bzw. militärischen Entscheidungen mit fundamentalen Auswirkungen sollen einmal näher betrachtet werden. Dabei geht es um einige weltverändernde Heiratsprojekte, aber auch um politische bzw. militärische Entscheidungen mit fundamentalen Auswirkungen.

freie Plätze 181-11106 - Krieg und Frieden in der Kunst

( Di., 12.6., 19.00 - 20.45 Uhr )

Mit der Dialektik von Krieg und Frieden beschäftigte sich nicht erst im 17. Jahrhundert das barocke Malergenie Peter Paul Rubens, der sie in zahlreichen Werken als ungleiches Paar Mars und Venus gegenüberstellte. Spannungsreich war auch die Zeit von Goya, der nicht nur mit seinen "Los Caprichos" (1793-99) zum Vorbild späterer Künstler wurde. Vom Ersten Weltkrieg zunächst angezogen wie zugleich abgestossen war Otto Dix, der mit großen Antikriegs-Bildern, aber auch einer 50 Blatt umfassenden Radierungs-Folge seine eigenen Erlebnisse verarbeitete. Doch fiel 1914-18 eine ganz Schar hoffnungsvoller Künstler auf den Schlachtfeldern, darunter August Macke und Franz Marc. Vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs malte Picasso das überwältigende "Guernica", doch vor allem mit seinen Versionen der "Friedenstaube" (1949 bis 1951) wurde er beliebt. Vorgestellt werden aber auch U.S.-amerikanische Künstler, wie Edward Kienholz mit seinem "Tragbaren Kriegerdenkmal" von 1968.
100 Jahre lang kämpfte die römisch-katholische Kirche nach Ausbruch der Reformation darum, ihr Monopol auf die Auslegung der Glaubenswahrheit wiederzuerlangen. Diese Gegenreformationsbewegung mündete 1618 in den letzten Religionskrieg, der die mittelalterliche Glaubensepoche endgültig beendete und die Wende zur Neuzeit vollzog. Staatstheorie und Philosophie lösten das Zeitalter der Religion ab. Wie kam es dazu und was hatte dies für Folgen?
Die Industrienationen heizen mit ihren Waffenexporten kriegerische Auseinandersetzungen an. Deutschland ist der fünftgrößte Rüstungsexporteur. Die Folgen sind grauenhaft. Wenn wir aber Frieden wollen, müssen wir unser auf Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem ändern. Schließlich schaffen Kriege durch ihre Zerstörungen Investitionsmöglichkeiten für die anlagesuchenden Geldvermögen. Dringend benötigen wir deshalb ein Wirtschaftssystem, das ohne Krieg auskommt, unsere natürlichen Lebensgrundlagen schont und allen Menschen auch ohne ständiges Wachstum Wohlstand bietet. Kann es ein solches Wirtschaftssystem geben?

freie Plätze 181-12003 - Als Soldat in Afghanistan

( Do., 7.6., 19.00 - 21.15 Uhr )

Deniz Ankaya war sechs Monate als Bundeswehrsoldat in Afghanistan eingesetzt. Der gebürtige Ludwigsburger studierte in Stuttgart Internationale Beziehungen mit dem Schwerpunkt Wiederaufbau in Krisen und Konfliktgebieten. Im Nato-Ausbildungskommando war er für Ausrüstung und Ausbildung der Afghanischen Streitkräfte zuständig und kam in seiner Arbeit mit vielen Afghanen und zivilen sowie militärischen Angehörigen zahlreicher Staaten zusammen. In seinem Vortrag berichtet er über seine Arbeit, seine Begegnungen und den Umgang mit der Gefahr im Einsatz. Ihm gelingt ein spannender Mix aus deutscher Außenpolitik, afghanischer Länderkunde und seinen persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Heute arbeitet er als vhs-Fachbereichsleiter und ist Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr.

freie Plätze 181-21102 - Die Kunst der Avantgarde und der Krieg

( Mi., 16.5., 18.30 - 20.00 Uhr )

Wie erlebten Künstler den Krieg? Während einige ihn als apokalyptische Neuerung, als „heilsamen, wenn auch grausamen Durchgang zu unseren Zielen“ (Franz Marc) enthusiastisch begrüßten, versuchten andere, die grausame Realität des Krieges schonungslos wiederzugeben. Anhand ausgewählter Werk- und Textbeispiele verschiedener Künstler soll gezeigt werden, wie sich der Krieg auf den künstlerischen Ausdruck auswirkte. Außerdem soll die ambivalente Haltung der avantgardistischen Künstler zum Krieg beleuchtet und besprochen werden.

freie Plätze 181-22104 - Alexej von Jawlensky

( Mi., 2.5., 19.30 - 21.00 Uhr )

Durch alle Widerstände als entarteter Künstler hat Jawlenskys Werk die Naziherrschaft überstanden und gehört längst zu den klassischen Beständen der Moderne.
Bei dem Diavortrag werden wesentliche Stationen der Entwicklung des Werkes von A. Jawlensky aufgezeigt: Porträt, Antlitz, Meditation. Kaum ein Künstler hat sich so konsequent auf das Thema des menschlichen Antlitzes konzentriert und ein neues Menschenbild geschaffen.
Inspiriert durch den Maler können Sie dieses Thema in einem Jawlensky-Seminar am Sa, 05.05.18 künstlerisch erkunden.
Ohne Anmeldung!

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VHS
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